Ackerbau

Unsere Fruchtfolge

Luzernegras

Das Luzernegras wird im Vorjahr als Untersaat in den Hafer gesät. Durch die Saat im Vorjahr entwickelt sich direkt im Frühjahr ein dichter Bestand, den wir dann meist dreimal pro Jahr mähen. Ein Teil der Luzerneernte geben wir an Landwirte in der Region ab, die uns im Gegenzug Rindermist zurück liefern. Den Rest der Ernte verkaufen wir als Heu oder nutzen die Flächen zur Beweidung. Bei uns steht die Luzerne zwei komplette Jahre. Wir haben uns bewusst für diese lange Standzeit entschieden, da das Bodenleben deutlich von einem zweiten Standjahr profitiert und die Unkrautunterdrückung verbessert wird.

Winterweizen

Als erste Hauptkultur nach unserem Luzernegras bauen wir Winterweizen an. Unser Ziel ist es hohe Proteingehalte zu erreichen und somit Getreide in Backqualität zu erzeugen. Am liebsten setzen wir auf Sorten aus Ökologischer Züchtung.

Körnermais

Nach einer überwinternden Zwischenfrucht im Anschluss an den Winterweizen findet die Bodenbearbeitung zum Mais erst im Frühjahr statt, um den Boden möglichst lange bedeckt zu halten und auch das Wachstum der Zwischenfrucht bis Mitte April ausnutzen zu können. Den Körnermais bauen wir in Absprache mit unserer Erzeugergemeinschaft an und liefern Ware für die menschliche Ernährung.

Weiße Süßlupine

Im Anschluss an die für den Boden anspruchsvollen Kulturen Weizen und Mais bauen wir die Weiße Süßlupinen an. Die Lupine ist eine Leguminose, das bedeutet, dass sie wie die Luzerne in der Lage ist Stickstoff als Nährstoff aus der Luft zu fixieren und sich nicht nur selbst zu versorgen, sondern sogar der nachfolgenden Kultur noch Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Die Lupine kann durch ihre tiefe Pfahlwurzel auch Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten erschließen. Die reifen Körner der Weißen Süßlupine, mit über 30 % Eiweißgehalt, vermarkten wir an die Firma Purvegan in Ramsen, dort werden Fleischersatzprodukte aus unseren Lupinen hergestellt.

Winterdinkel

Den positiven Vorfruchtwert der Weißen Süßlupine nutzen wir, um Dinkel anzubauen. Diese ursprüngliche Getreideart kommt sehr gut mit dem Anbau unter ökologischen Bedingungen zurecht. Das Stroh aller Wintergetreidearten wird zu Ballen gepresst und im Austausch mit Champost, dem Substrat auf denen Bio-Champignons wachsen, an Pilzzüchter geliefert. Somit können wir durch die Nutzung des Strohs die Nährstoffversorgung in unserem Betrieb sicherstellen.

Kirchererbsen

Als zweite Körnerleguminose in unserer Fruchtfolge bauen wir Kichererbsen an. Der Anbau der Kichererbse ist in Deutschland mit einer hohen Ertragsunsicherheit verbunden, da die Bedingungen aufgrund des wechselhaften Wetters nicht in jedem Anbaujahr den Ansprüchen der Kichererbse gerecht werden. Durch die Entwicklung zu trockeneren und wärmeren Sommern gehen wir dieses Risiko jedoch bewusst ein und freuen uns heimische Bioland-Kichererbsen ernten zu können. 

Hafer

Zum Abschluss unserer Fruchtfolge bauen wir den recht anspruchslosen Hafer an und säen Luzernegras als Untersaat mit ein. Beim Hafer achten wir darauf gute Qualitäten zu erzielen, sodass unsere Ernte zur Produktion von Haferflocken für die Humanernährung eingesetzt werden kann. Somit erzielen wir eine sehr sinnvolle Ausnutzung unserer Ackerflächen zur Ernährung von Wiederkäuern durch Luzernegras und einer sonst stark auf die Humanernährung ausgerichteten Fruchtfolge.